Wildschweine in der Bergstadt

 

- Seit Jahren eine Plage und Gefahr -

 

Nicht nur in den Gemeinden des Südharzes sind bereits geraume Zeit

erhebliche Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum zu beklagen

und in den Medien schon mehrfach behandelt.

 

Auch in unserer Bergstadt gehören nachts die Schwarzkittel in kleinen

Rotten und als raffinierte Einzelgänger zu den Straßenpassanten.

Angelockt wurden die ungebetenen Gäste von illegalen Wild-Fütterungen

und mit "Köstlichkeiten" gefüllten, ungesicherten Müllkübeln.

Ausgesprochene Spezialisten haben sich in der hiesigen Population herangebildet.

Ein Keiler zerstört dabei Zäune, leichte Unterstellmöglichkeiten,

hängt Gartentüren aus und hebt sogar Zaunpfähle aus dem Boden.

Der Keiler hat offenbar seine festen Kontrollrunden durch den Ort und das

Wissen wohl schon von Vorgängern erworben.

So weit also das unangenehme.

 

Gefährlich wird die Situation bei Begegnungen mit uns Menschen.

Fühlen sich die Tiere gestört, erschrocken oder bedrängt,

sind sie völlig unberechenbar und wesentlich 

gefährlicher als Luchs oder Wolf !

Besondere Gefahr droht, wenn Bachen mit ihren

Frischlingen unterwegs sind !

 

Ich bin nachts zwei Mal direkt vor der Haustür von Bachen

angenommen worden und hatte zum Glück noch die Rückzugsmöglichkeit.

 

Das bekannte innerörtliche Jagdverbot kann kein Grund sein,

diesem wachsenden Problem tatenlos zuzusehen.

Anderswo in Deutschland sind dafür aus der Jägerschaft speziell

ausgebildete Personen bestellt worden.

 

Einen personellen Vorschlag hätte ich da schon:

Der "Waidmann", der 2019 unseren (fast) zahmen Hubert

"erjagd" hat, könnte sich weiterbilden und seine

Fähigkeit des Pirschens ausbauen.

Das würde sich an seinem Gartenzaun auch besser machen...

Peter Spei

harzfuchs@web.de