Schützenmajestäten baten zu Tisch und Tanz

Gute Stimmung beim Königsball 2017 

-  zahlreich auch die Gäste aus der Ferne

 

Zum traditionellen Königsball hatten die amtierenden Schützenmajestäten

Ingrid und Ingolf Neuse sowie Jugendkönig Marc Klapproth ins Hotel Glockenberg

eingeladen und durften sich über eine rege Beteiligung freuen.

Nicht nur die Sankt Andreasberger Schützengesellschaft war gut vertreten,

auch Freunde natürlich aus Bremen, aber auch aus Kiel und Altenau waren dabei

Ein Umstand, der Schützenkönig Ingolf Neuse zu der Bemerkung veranlasste:

„Wir haben also doch noch ein paar Freunde !“

 

Offiziell begrüßt wurden die Gäste von den Majestäten und Schützenvogt Rainer Wehland.

 Die Majestäten, von links: Marc Klapproth, Ingrid Neuse und Ingolf Neuse,

sowie Schützenvogt Rainer Wehland

Nach einem kulinarischen Königsmahl zu Beginn der Veranstaltung

kam natürlich auch die Bewegung auf dem Tanzparkett nicht zu kurz.

Das allerdings erst nachdem das Königspaar den Ehrentanz absolviert hatte.

 

 

Vogelscheibe 2017 sehr reiselustig

von Bremen über Sankt Andreasberg nach Kiel  - 

mit dem 245. Schuss war Schluss

 

Der Vorabend des Schützen-Königsballs 2017, der vergangene Freitag also,

führte sie schon einmal alle im Schießhaus auf dem Samson zusammen:

die große Abordnung aus Bremen und die recht zahlreichen Mitglieder

der Schützengesellschaft Sankt Andreasberg.

Zum insgesamt 17. Mal stand das „Vogelschießen“ auf dem Programm,

und das hieß einmal mehr vor allem Spaß und Geselligkeit.

 

Die Vogelscheibe war einmal mehr das Werk von Rudi Spindler aus Bremen

und war auch diesmal sozusagen ein Ableger

der Bremer Scheibe zu deren 150. Schützenjubiläum.

Rudi Spindler, der auch Mitglied der Sankt  Andreasberger Schützengesellschaft ist,

hatte also die Scheibe angefertigt, nach Sankt Andreasberg befördert

und sie in 25 Meter von den Schützen entfernt fest angebracht.

So fest, dass der Vogel einen langen Abend lang allen Abschussversuchen tapfer widerstand.

 

Am Ende präsentierte sich die Scheibe heuer aber überaus reiselustig.

Dabei war ihr Weg von Bremen nach Sankt Andreasberg natürlich obligatorisch,

aber der Weg von hier an die Ostseeküste, nach Flintbek bei Kiel,

war da schon weniger vor programmiert.

Aber hübsch der Reihe nach:

Mit diesem nun schon traditionellen Vogelschießen ist seit je her

ein zünftiges Grünkohlessen verbunden, einerseits um die Schützzinnen und Schützen

für den bevorstehenden Angriff auf die Vogelscheibe zu stärken,

andererseits aber natürlich um die Gemeinschaft zu stärken.

  

Auch dazu hatten die Bremer Gäste etwas beizusteuern, nämlich die bekannten Pinkel.

Nach dem Essen ging es nach Schützenart vehement zur Sache.

Rund 40 Schützzinnen und Schützen gaben im Wechsel

ihren Schuss auf den stolzen Adler ab. Der aber zeigte keine Regung,

keinen einzigen Wackler, jedenfalls 244 Schuss lang.

Die Spannung am Schießstand war einen langen Abend lang groß

Mindestens sechs Schuss hatte inzwischen jeder Teilnehmer auf den Adler abgegeben.

Der „goldene“ Schuss fiel dann aber wie aus dem Nichts.

Der 245. Versuch, von Andreas Kamphenkel aus Flintbek,

auch Mitglied der Schützengesellschaft Sankt Andreasberg, abgefeuert,

brachte ihn unter großem Hallo zur Strecke.

Die Titelverteidigerin Giesela Bahn, Schützenvogt Rainer Wehland, der neue Vogelkönig Andreas Kamphenkel

und Oberschießmeister Gerhard Klapproth (von links) stellten sich zum Siegerfoto

Die Schützengesellschaft und ihre zahlreichen Bremer Gäste

feierten mit lautem Jubel ihren Vogelkönig 2017,

zeigten aber gegenüber dem standfesten Adler auch ein bisschen Hochachtung.

Immerhin hatte der bis nahe Mitternacht ausgehalten

und sich erst mit dem 245. Schuss besiegen lassen.

 

Die Angehörigen des männlichen Geschlechts durften aufatmen,

weil nach sehr viel weiblicher Überlegenheit in der Vergangenheit

auch wieder einmal einer von ihnen gesiegt hatte

Bild und Ton: Karl-Heinz Siebeneicher

Peter Spei

harzfuchs@web.de