Lichterglanz im Bergwerk Grube Samson

Glückauf der Steiger kommt und er hat

sein helles Licht bei der Nacht - schon angezünd´

Von Volker Jung

Hunderte Menschen waren gekommen

Über 200 Besucher kamen zum Lichterfest der Grube Samson.

Die Blaskapelle des Waldarbeiter-Instrumental-Musikvereins,

unter Leitung von Karl-Heinz Plosteiner, spielte unter anderem das Lied:

„Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt und er hat

sein helles Licht bei der Nacht schon angezünd.“

Die Blaskappe spielte zur Freude der Besucher Weihnachtliches

Dieses Lied sollte kein Versprechen bleiben.

Uschi und Jochen Klähn hatten mit den Pächtern, Hans Günter Schärf

und Christian Barsch, sowie vielen Helfern mehr als 500 Kerzen angezündet.

 

Die Initiatoren: Hans-Günter Schärf, Christian Barsch, Jochen und Uschi Klähn, Christa Krems (v.li.)i.

Unter Tage standen sie den neugierigen Besuchern für alle Fragen zur Verfügung.

Und zu erklären gab es viel, schließlich zählt das Bergwerk Grube Samson

zu den bedeutendsten Montandenkmälern Europas.

Hier wurden von 1521 bis 1910 vor allem Silbererze gefördert.

Der Samson gehörte lange zu den tiefsten Bergwerken der Welt und

verfügt über die weltweit einzige noch betriebsbereite „Fahrkunst“.

 

Der Lichterglanz in der Grube gehört seit zwölf Jahren zu den Attraktionen

des weihnachtlichen Programms in Sankt Andreasberg.

 

Das besondere Verhältnis der Bergleute zum Licht und

vor allem zum weihnachtlichen Lichterglanz ist bekannt.

Kein Wunder – ihr Arbeitsplatz lag doch überwiegend im Dunkeln.

 

Zum Kerzenschein beeindruckte das riesige Wasserrad,

mit seinem Durchmesser von zwölf Metern.

Früher trieb das Wasserrad die weltweit einzigartige Drahtseil-Fahrkunst an.

Heute ist diese immer noch in Betrieb, allerdings elektrisch angetrieben.

 

Norbert Röhrig von der Harz Energie demonstrierte anschaulich

wie die Bergleute mit dieser in die Grube ein- und ausfuhren.

Er selbst benutzt diese des Öfteren zur Überprüfung der zwei Wasserkraftwerke

im Samsonschacht, diese versorgen fast die gesamte Bergstadt mit Strom.

Der Heimatbund sorgte mit seinen Liedern für Weihnachtsstimmung

Nach der Grubenbesichtigung, wieder über Tage, war zu den weihnachtlichen Klängen

des Heimatbundes auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Leckere Bratwürstchen waren im Angebot und natürlich gab es traditionell Glühwein.

 

„Ich bin jedes Jahr hier beim Lichterfest“ sagte Sabine Breust aus Bremerhaven.

So lasse sie sich auf den Heiligen Abend einstimmen.

„Es ist jedes Mal wieder ein Ereignis und wenn

das Steigerlied gespielt wird muss ich mitsingen“, fügte sie hinzu.

 

 Rundum waren sich die Gäste der sehr gut besuchten Veranstaltung einig:

„Ein gelungenes Lichterfest, nächstes Jahr bitte wieder.“

  

 

Peter Spei

harzfuchs@web.de