Rotes Harzer Höhenvieh wieder auf der Höhe -

 

Fortsetzung des Beweidungsversuchs auf der Brockenkuppe

mit Rindern des Brockenbauern Thielecke

 

In diesem Jahr wird der Versuch zur Biotoppflege auf der Brockenkuppe

mit dem Harzer Roten Höhenvieh fortgesetzt.

Ziel ist es, die Wuchsbedingungen seltener Pflanzenarten auf der Brockenkuppe,

wie beispielsweise der Brockenanemone, zu verbessern.

Die Brockenbiotope befinden sich nicht in der Kernzone des Nationalparks Harz,

sodass hier im Rahmen der Zonierung des Schutzgebiets

aktive Pflegemaßnahmen durchgeführt werden.

Bereits im ersten Versuchsjahr 2019 zeigte sich, dass die Rinder kleine Freiflächen schaffen.

Auf diese Bereiche wurden Samen der zu fördernden Arten ausgebracht.

Diese Maßnahmen sollen nun fortgesetzt werden.

Da die Rinder nicht nur das Gras fressen, sondern mit ihren Hufen

auch die Grasnarbe durchtreten, wird sich der Anteil der konkurrenzfreien Flächen erhöhen.

So entstehen relativ schnell Sonderstandorte, auf denen sich Brockenanemonen,

aber auch das Alpen- und das Brockenhabichtskraut besonders gut entwickeln können.

Für diesen Biotop-Pflegeversuch wurde eine Fläche auf der Nordwestseite des Berges ausgewählt.

 

Parallel zu dazu wird auch in Zukunft die auf den nicht beweideten Flächen

gebildete Biomasse auf dem Brocken gemäht und abgefahren.

 

Weidebeginn wird der kommende Freitag der 28. August sein.

Nach ca. zwei Wochen werden die Rinder wieder vom Berg geholt.

Bild und Ton: Nationalpark Harz

Peter Spei

harzfuchs@web.de