Aus der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Sankt Andreasberg:

Gut gepflegte Pisten mindern Einsätze und Einnahmen der Bergwacht

Fred Trawny 30 Jahre Schriftführer im DRK 

Zusammenarbeit mit Feuerwehr wird intensiviert

Der Ortsverein Sankt Andreasberg des Deutschen Roten Kreuzes

scheint ein wenig zu schwächeln.

Diesen Eindruck konnte man bei der Jahreshauptversammlung

am vergangenen Freitag im Restaurant „Alte Köthe“ angesichts

des doch recht schwachen Besuches durchaus gewinnen.

Und auch von den für langjährige Treue zu Ehrenden waren lediglich vier anwesend.

 

Einen ganz anderen Eindruck dagegen konnten die Bergwacht

und Frauenbereitschaft mit ihrem Engagement vermitteln,

die Damen durch ihre eher stille, aber stete Präsenz,

die Anderen durch Einsätze weit in den Frühling hinein

und durch ihre Erfolge im präventiven Bereich.

 

203 Mitglieder zählt der Ortsverein derzeit, eine recht konstante Zahl, wenn man bedenkt,

dass die Zahl der im letzten Jahr Verstorbenen doch recht groß war.

 

Mit Blick auf die Aktivitäten in den Bereitschaften durfte der Vorsitzende Boris Dittrich

aber alles in allem ein überaus positives Fazit für das Jahr 2012 ziehen

und hatte allen Grund, reichlich Dank und Anerkennung abzustatten.

Einen besonderen Dank hatte sich Schriftführer Fred Trawny verdient,

der dieses Amt nun bereits 30 Jahre lang ausübt.

Und auch den langjährigen Mitgliedern hatte der Vorsitzende für deren Treue zu danken.

25 Jahre sind dabei: Rosemarie Lettau, Egon Fielecke, Karl-Heinz Brockschmidt

sowie Michelle und Michael Baumgarten.

 

Alten- und Mitgliederbetreuung, aktive Mitarbeit an den Blutspendeterminen

sowie repräsentative Aufgaben für das DRK waren dem Rechenschaftsbericht

von Marlene Rath zu entnehmen, die wichtigsten Betätigungsfelder der Frauenbereitschaft.

Dabei bedauerte sie die mit insgesamt 100 doch geringe Teilnahme

an den zwei Blutspendeterminen in 2012.

 

Während die Einen also wie gewohnt eher in aller Stille,

aber mitnichten weniger engagiert und erfolgreich arbeiteten, konnte die andere Bereitschaft,

die Bergwacht nämlich, ihre Leistung überall dort für jeden sichtbar machten,

wo viele Menschen sich dem Skivergnügen hingaben.

Aber nicht nur dort. Bereitschaftsführer Martin Asselmeyer,

seit 2007 auch Landesleiter Bergwacht,

zeigte in seinem Bericht das ganze und breite Spektrum der Bergwachtaufgaben auf.

„Es war ein langer und harter Winter“, fasste er die zurückliegenden Einsätze

einer kleinen aber nimmermüden Mannschaft zusammen.

Dabei durfte er aber auch positive Aspekte des Winterdienstes aufzeigen.

„Die Bergungen verletzter Skiläufer sind weniger geworden“, stellte er fest.

Das sei vor allem der Tatsache geschuldet, dass die Bergwacht auch präventiv, vor allem

hinsichtlich der Entschärfung der Rodel- und Skipisten, erfolgreich tätig gewesen war.

 

Diesen Erfolg sah der Bereitschaftsführer allerdings

mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Denn wegen des Rückgangs an schweren Unfällen gingen der Bergwacht natürlich

auch Einnahmen aus Rettungsmaßnahmen verloren.

Und das zu einem Zeitpunkt, da der Fahrzeugpark und die sonstige Gerätschaft

deutlich sichtbar in die Jahre gekommenen seien.

 

Für den Bergwacht-Bereitschaftsführer steht fest, in Zukunft vor allem bei Suchaktionen

mit der Freiwilligen Feuerwehr zusammenzuarbeiten.

Denn deren Wärmebildkamera zeige dabei beste Ergebnisse.

 

Dankbar war Martin Asselmeyer allen, die sich rund um das Hüttenjubiläum

auf dem Sonnenberg mit Tat und vor allem Spenden in gute Erinnerung gebracht hatten.

Wie überhaupt, so der Bereitschaftsführer, die Bergwacht sehr froh sei,

auf eine breite Unterstützung in der Bergstadt zählen zu dürfen.

 

Auch für die Bergwacht und für die Frauenbereitschaft war es ein Bedürfnis,

treue Mitwirkende zu ehren. Und das waren: für fünfjährige Mitarbeit Helga Büttner,

für zehnjährige Marlene Rath, für 15jährige Christina Estella Braune und für

20jährige aktive Dienstzeit Einar Duderstaedt.

 Langjährige Aktive in den Bereitschaften, von links: Boris Dittrich, Helga Büttner, Marlene Rath, Christina Estella Braune, Einar Duderstaedt und Martin Asselmeyer

 

Kassenwartin Iris Harris durfte mit ihrem Kassenbericht ein leichtes Plus aufzeigen.

Eine Änderung gab es schließlich noch im Vorstand.

Hans-Günter Schärf wurde als Beisitzer, zuständig

vor allem für Öffentlichkeitsarbeit, in den Vorstand gewählt.

 

Viel Anerkennung und Lob für den DRK-Ortsverein

Ortsvorsteher Hartmut Humm zollte dem DRK-Ortsverein und seinen Leistungen

im mitmenschlichen Bereich für das Gemeinwesen Bergstadt Lob und Anerkennung.

Dabei zeigte er sich erfreut und erleichtert, dass die Strukturen

des Ortsvereines Sankt Andreasberg insgesamt in Ordnung seien

und das, durch die Einbindung jüngere Kräfte, auch auf längere Sicht.

Auch war er sich sicher, dass eine engere Zusammenarbeit

mit der Feuerwehr letztlich nur Vorteile biete./KHS

 

 

Peter Spei

harzfuchs@web.de